Psychologie heute

Die Autoren  Ueckert/ Kaskuska/ Nagom haben 1975 die Situation der Psychologie sehr treffend und stellvertretend für andere wie folgt beschrieben:

"Es gibt heute keine geschlossene Wissenschaft der Psychologie. Was angeboten wird, sind Forschungsprogramme verschiedener Schulen.... Und doch hat keine Wissenschaft in den letzten 15 Jahren eine so tiefe Wirkung auf die breite Oeffentlichkeit, auf die Kunst, ja auf die Gesellschaftsordnung als Ganzes ausgeübt wie die Psychologie. Keine andere Wissenschaft ist so wie sie im Munde aller, und keine wird von so gut wie allen so wenig verstanden."

Die Aussage ist bis heute nicht widerlegt, im Gegenteil, andere Autoren bestätigen sie, wie etwa Ulich,

wenn er sagt: 

"Es wird immer schwerer, sich in der Psychologie zuechtzufinden. Kein Fachmann überblickt mehr das Gesamtgebiet. Es gibt kaum noch ein Lehrbuch, das eine umfassende Darstellung der Psychologie versucht."

Der Grund für den Wirrwar liegt darin, dass bisher kein einheitlich - richtiger Ausgangspunkt der Forschung gefunden wurde. Dazu Hofstetter:"Sieht man näher zu, so ergibt sich ein sehr komisches Bild: Die streitenden Schulen beschäftigen sich meistens mit verschiedenen Teilbereichen des Faches (das ist ihr gutes Recht!), und sie werfen ihren Konkurrenten sodann geflissentlich vor, dass diese für das "Eigentliche" blind sind (und das ist durchaus falsch!) weil sie einem andern Teil ihre Mühe widmen".

Es muss also logischerweise die Aufgabe dieser "Wissenschaft" sein, den für alle Bereiche übergeordneten Ansatz zu finden, der zentral und integral ist. Dieser Ansatz ist in den Werken von Portmann, Spitz und Gehlen gegeben, nur nicht konsequent fertig entwickelt. Wir haben diese Aufgabe übernommen und sind zu einer echt praxisentsprechenden Theorie gekommen.

Lesen Sie dazu unsere Schriften "Die neue Theorie", "Psychische Elemente und Eigenschaften" usw. Für Kritik und Korrekturen sind wir dankbar.